Jetzt habe ich endlich das Business Center in dem Hotel gefunden, hier funkt wenigstens auch das Internett.
Bandar Seri Begawan ist die Hauptstadt Bruneis und hat in etwa 60 000 Einwohner, bis 1970 hies die Stadt Brunei Town. Der heutige Name heisst uebersetzt "Die Stadt der Glorreichen" .Rund 75% der Einheimischen gehoeren dem Moslemischen Glauben an, und ohne mir ein Urteil anmasen zu wollen, aber eines ist sicher, sie gehoeren sicher nicht zu den radikalsten Ihres Glaubens. Ich bin jeden Tag aufs neue ueberrscht wie "angenehm" die Leute hier drauf sind.
Da versucht dich kein Taxler zu bescheissen, sobald man einen Fuss auf die Strasse setzt bleiben die Autos stehen, keiner hupt und ueberall wird man freundlich gegruesst. Nicht dieses zum Teil falsche Thai "Hello" und auch nicht das herablassende Philippinische "hey Joe" sondern ein aufrichtig Teils schuechternes "Hello" mit einem freundlichen Laecheln. Als wir Gestern bei der Busstation unseren Bus suchten, halfen uns innerhalb von 3 Minuten 2 verschiedene Leute den richtigen Bus ausfindig zu machen. Wir fanden das echt spitze, da wir vor 2 Jahren in Taiwan das andere Extrem kennen lernen mussten.
Der heutige Tag begann wie jeder andere, wir gingen um 10 Uhr in die Club Lounge Fruehstuecken. Die Lounge ist super klasse dort gibt es nur 7 Tische und einen herrlichen Ausblick ueber das Suedchinesische Meer.
Wir setzten uns hin und bestellten.
Ich hab mir mittlerweile zur Angewohnheit gemacht zuerst das Borneo Bulletin und danach die Brunei Times zu lesen. In den Zeitungen stand heute das in den 3 vorhergegangenen Tagen insgesamt 101 890 Besucher im Sultans Palast waren.
Wahnsinn. Fuer 101 890 Leute Essen, Trinken und Geschaenke bereitzustellen ist der Hammer.
Wie ich zu Seite 3 der Brunei Times kam viel ich fast vom Sessel. Doris und ich sind dort mit unseren vollen Namen in dem Artikel erwaehnt. Im ersten Moment dachte ich, ich lieg noch im Bett und Traeume doch das breite Grinsen von Doris bestaetigte dann, das wir Wirklich in dem Artikel ueber den Sultans Palast mit vollen Namen erwaehnt sind. Zu verkraften habe ich allerdings das sie mich als Friedrick bezeichnen, aber das ist nebensache.
Der Absatz lautet uebersetzt ungefaehr so
Friedrick S........ ein Tourist aus Wien, Oesterreich besuchte mit seiner Frau den Palast. Er hatte von anderen Leuten von diesem Event gehoert und dachte da sei eine grosse Party im gange.
" Wir sind sehr gluecklich hier zu sein" sagte seine Frau Doris S........ und fuegte hinzu, das das Essen wunderbar und gut gewuerzt sei.
Das musste erst mal sacken, auf alle Faelle hab ich den Teil der Zeitung "eingestreift" um ihm mit nach Hause zu nehmen. Dort bekommt die Seite einen Ehrenplatz, schlieslich schafft man es nicht alle Tage auf die dritte Seite einer Auslaendischen Tageszeitung.
Ein Problem haben Doris und ich aber trotzdem den ganzen Tag ausdiskutiert.
Jetzt wo der Sultan Quasi unser Hawara ist und wir schon so Wichtig sind das wir auf der dritten Seite der Brunei Times stehen, muesstet ihr eigentlich SIE zu uns sagen.
Aber wir wollen mal nicht so sein, ihr duerft weiter DU sagen.
Nein Scherz beiseite. Wir dachten nicht mal im Traum daran, das der Medienvertreter Gestern wirklich ein Journalist von so einer "grossen" Zeitung sei. Ich haette ihn eher auf irgendeine Regional Klatsch Zeitung eingestuft. Aber so kann man sich tauschen.
Der restliche Tag gestaltete sich auf Grund des Dauerregens etwas entspannt. Wir sassen 3 Stunden auf unserem Balkon und haben Maensch Aergere dich nicht (madn) gespielt. Um 15 Uhr 30 haben wir dann einen Ausflug in die Mangrovenwaelder mitgemacht um freilebende Proboscis Affen (Nasen Affen) zu beobachten. War zum Glueck mal etwas anderes als dauernd diese Zoo und Ketten Abteilung. Wo jeder hingeschleift wird 100 Fotos schiesst nur um daheim die Bilder von diesen angeblich freilebenden Viechern herzeigen zu koennen. Die Affen sind erstens Pfeil schnell und zweitens super geschickte Kletterer. Negativ in Errinerung bleiben wird allerdings das die Mangroven ueber und ueber voll sind mit Muell. So sauber die Stadt und die Strassen sind so verdreckt sind die Raender des Flusses. Echt Schade.
Am Heimweg waren Doris und ich dann schon ein wenig "Futtergrantig", darum haben wir gleich nach Ankunft im Hotel Essen bestellt. Wir haben die letzten 3 Tage immer in unserem Zimmer dinniert. Das ist praktisch, da braucht man sich fuer keines der unzaehligen Restaurants entscheiden, muss niergends "hinhatschen", es geht schnell UND man hat keine laestigen Tischnachbarn. Alles in allem eine "win win situation" wie Onkel Frank (ihr wisst schon der Strohsack) sagen wuerde.
So lieber Kinder das war die heutige Gute Nacht Geschichte von Tante Doris und Onkel Fritz
Wenn ihr alle brav seid gibts Uebermorgen wieder eine Geschichte.
Morgen gehts am Abend mit dem Flieger nach Manila und Uebermorgen Mittag weiter nach Boracay.
Bis Dahin
GWG
FriDo
06 Oktober 2008
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